1670
Friedrich August (1670-1733) kommt am 12. Mai 1670 in Dresden zur Welt.
1687-1690
Seit der Neunzehnjährige zum ersten Mal durch seine Kavaliersreise Venedig mit dem Canal Grande gesehen hatte, ließ ihn die schwebende Einheit nicht mehr los, die dort der Wasserlauf mit den angrenzenden Palästen schuf. Dieser Gedanke führte ihn später im heimischen Dresden zu einer ebenso verblüffenden wie grandiosen städtebaulichen Lösung, der er die einzelnen Gebäude unterordnete - mit der Elbe als natürlicher Pracht- und Triumphstraße.
Wie diese Leitidee ihm, August, ganz persönlich angehörte und daß er in die Planungen der Architekten selber häufig eingriff, zeigen die Anmerkungen auf zahlreichen noch erhaltenen Skizzen: „Nach Seiner Majestät eigenem dessin inventiret". Bei der Wahl der Baumeister und Steinmetzen, der Dekorateure und Goldschmiede hat er fast immer eine glückliche Hand bewiesen, die ohne hohe Sachkenntnis nicht zu erklären wäre, und auch die illustren Dresdner Kunstsammlungen sind durch ihn und später durch seinen Sohn zu Schatzkammern der Menschheit geworden. (1)
1694
Friedrich August I., „der Starke" übernimmt die Regentschaft des Kurfürstentums Sachsen.
1697
Am 15. September besteigt August „der Starke" in Krakau den polnischen Thron als König
August II.
(Abb. 1) Der Initiator König August II. im Hofkostüm. Er gilt als eine der schillerndsten Figuren höfischer Prachtentfaltung des deutschen Absolutismus und begründete durch seine rege Bau-tätigkeit und Sammelwut grundsätzlich den Ruf Dresdens als prunkvolle barocke Kulturmetropole, der bis zum heutigen Tag nachwirkt. Zu Lebzeiten verwickelte er jedoch seine Gefolgsleute in den verhängnisvollen Nordischer Krieg und seine Unfähigkeit zu inneren Reformen erlaubten es dem Russischen Reich, seinen Einfluss über den Polnisch- Litauischen Staat zu stärken. (2)
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